Der bedürftige Ehegatte kann von dem anderen Ehegatten angemes­senen Unterhalt verlangen. Dieser richtet sich nach den wirtschaft­lichen Verhält­nissen und den Lebens­ver­hält­nissen während der Ehe und vor allem nach der Leistungs­fä­higkeit des anderen Ehegatten.

Die Berechnung sollte am besten eine Fachan­wältin für Famili­en­recht/ein Fachanwalt für Famili­en­recht vornehmen, da viele einzelne Positionen (Einkom­mens­teile, Abzüge etc.) zu beachten sind und in der Recht­spre­chung nicht einheitlich bewertet werden.

Mit der Trennung entsteht jedoch nicht automa­tisch ein Unter­halts­an­spruch. Unterhalt muss erst ab dem Monat gezahlt werden, in dem der andere Ehepartner zur Auskunft über seine Einkommens- und Vermö­gens­ver­hält­nisse oder zur Zahlung eines bestimmten Betrages aufge­fordert worden ist.

Mehr Informationen zum Thema Trennungsunterhalt finden Sie in der Rubrik Unterhalt.

Für den Zahlungs­beginn des Kindes­un­ter­halts gilt das Gleiche wie beim Trennungs­un­terhalt. Das staat­liche Kindergeld kann der Elternteil beanspruchen, bei dem das Kind überwiegend lebt. Dazu ist eine Änderung der Bezugs­be­rech­tigung bei der Kinder­geld­kasse/dem Arbeit­geber erfor­derlich. Eine Verrechnung erfolgt über den Kindes­un­terhalt.

Die Steuer­klasse muss bereits in dem Jahr, das auf das Jahr folgt, in dem die Trennung vollzogen wurde, geändert werden – nicht erst nach der Scheidung! Die dadurch verän­derten Einkom­mens­ver­hält­nisse führen regel­mäßig zu einer Neube­rechnung des Unter­halts.