Jeder Ehegatte kann bei der Trennung die ihm gehörenden Haushalts­ge­gen­stände mitnehmen. Benötigt der andere Ehegatte diese aber dringender als er (z. B. wegen der Kinder), muss er sie dem anderen zum Gebrauch überlassen.

In der Regel stehen jedoch alle Gegen­stände, die für den gemein­samen Haushalt angeschafft wurden, auch im gemein­samen Eigentum der Ehegatten – unabhängig davon, wer bezahlt hat. Können sich die Ehegatten dann nicht über eine Aufteilung der Haushalts­ge­gen­stände einigen, kann das Gericht für die Zeit des Getrennt­lebens eine vorläufige Nutzungs­re­gelung treffen oder für die Zeit nach der Scheidung auch eine endgültige Aufteilung der Haushalts­ge­gen­stände vornehmen. Bei der endgül­tigen Aufteilung dürfen Haushalts­ge­gen­stände, die ausnahms­weise im Allein­ei­gentum eines Ehegatten stehen, dem anderen Ehegatten nur unter beson­deren Voraus­set­zungen zugewiesen werden.